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nackte Luderbilder


Keiner von uns dreien hatte bis zu diesem Zeitpunkt irgendwie darüber nachgedacht, was mit oder zwischen unseren beiden Jungs und Kathy wohl geschehen war. Weder hatten wir in der Nacht bei unserem Lustgeschrei, noch jetzt in der Früh, oder besser gesagt im Verlauf des gesamten Vormittags irgendwie darauf Rücksicht genommen, dass noch jemand anderer in unserem zwar großen Haus, aber dennoch ... anwesend sein könnte ... Irgendwann einmal, nach Abklingen der Lust und Schreie, hörten wir dieses typische Klirren von Geschirr und Scheppern von Besteck in der Küche – es war wohl einer der Jungs, oder sogar beide aufgestanden, um sich Kaffee oder Müsli zu machen. Wie lange derjenige schon einen Stock über uns wach war und was er somit alles mitbekommen hatte – stellte ein jeder leise für sich die Frage selbst. Fast grotesk: wir alle schienen uns in diesem Moment sogar vor den Kindern zu schämen ... obwohl sicherlich keine Fragen etc. zu erwarten waren ... immerhin. ... Was hatten sie wohl alles mitbekommen? Nach einer nochmaligen schnellen Duschaktion schleppte ich mich dann auch in die Küche hinauf – Tom saß ziemlich verdrossen und lustlos vor seiner Müslischüssel herum, stocherte mit dem Löffel, schob große Berge an aufgeweichtem Zeug in sich und ... „Guten Morgen ... gut geschlafen ..." grinste er mich an – ein verschmitztes Lächeln, das andeutete, dass er doch einiges mitbekommen hatte. (Ob ihm aber auch klar war, dass es Gaby gewesen war ... und nicht seine Mutter ... besser gesagt: dass es beide gewesen waren?? ... dass seine Mutter bei Sex immer laut zu sein pflegte ... das war ja seit Jahren bekannt ) Ein Gespräch bahnte sich wohl nicht so richtig an – er wirkte mürrisch, vielleicht noch immer nicht ausgeschlafen, ein nicht zu verleugnender Kater? Die übliche Frage – ich weiß zwar, wie sehr die Jungs das hassen – „na, wie war's denn gestern noch bei euch ... und wann seid ihr denn überhaupt heim gekommen ... wir haben euch nicht gehört ... und ist Tim noch nicht aufgestanden ... und Kathy: habt ihr sie noch gut nach Hause gebracht, wie es sich gehört ... oder übernachtet sie im Gästezimmer." „Das Gästezimmer ist doch besetzt ...", brummelte Tom mit vollem Mund , „... von Kathys Mutter – ... oder?". Volltreffer – ich glaube, ich wurde sogar rot, zumindest verschluckte ich mich an meinem Kaffee ganz gewaltig, als er mir diese trockene Antwort über den Tisch schob. Tom deutete einfach nur so an ... oder war ich jetzt schon längst zu übersensitiv, reagierte viel zu logisch und interpretierend auf ganz normale Aussagen, und mutmaßte, dass sich dahinter jede Menge anderes Potential und Wissen verbergen könnte? „Stimmt, hatte ich ganz vergessen ...", fügte ich einfach hinzu, ohne in eine Rechtfertigungslogik überzugehen ... was auch immer er gesehen oder gehört hatte, was soll's. (Mir war in dem Augenblick auch klar, dass im Gästezimmer sich wohl nicht einmal ein Staubkorn durch Gaby bewegt hatte ... sehr wohl aber Felsen in unserem Schlafzimmer ...) „Ihr habt doch Kathy gestern Abend ... Nacht ... noch sicher heim gebracht ... so spät wie es sicherlich war ... und durch den Wald und so ... oder?", stellte ich nochmals die Frage. „Klar ...", antwortete er etwas freundlicher, dann aber verfinsterte sich sein Gemüt, zumindest zeigten sich etliche tiefe Runzeln auf seiner Stirne. „... und es war schwer genug, zu verhindern, Tim wieder mit runter zukriegen ...vom Berg ...", meinte er und fügte ein sarkastisches „bzw. natürlich von Kathy erst recht ..." noch hinzu. Ich schluckte, schon wieder so ein komischer Anflug von Eifersucht und Entrüstung in mir, gepaart mit Neugierde: Er wollte mir doch damit irgendwie etwas sagen oder auch nur auf etwas andeuten. Sollte ich darauf einsteigen ... aber ich muss zugeben, vor allem weil es um „meine" (irgendwie dachte ich wirklich schon so!) Kathy ging, war ich sofort hellwach und interessierte mich für diese Angelegenheit. „Verstehe ich nicht genau, was du damit andeuten willst ...", entgegnete ich ihm. „Solltest wohl am ehesten Tim fragen ... aber der hat sich gestern ganz gewaltig danebenbenommen ..." kam als gebrummte Antwort, wiederum aus vollem Mund zurück. „Nun mach mal einen Punkt ... was ist zwischen Tim und Kathy vorgefallen ... wenn ich dich richtig zu verstehen beginne ..." „Na nichts wirklich letztendlich ...", meinte Tom immer noch recht kryptisch, „... nur wenn ich nicht dabei gewesen wäre ... dann hätte er Kathy wohl im Lokal oder auf der Toilette vernascht ... gegen ihren Willen ..." Ich schluckte einmal tief hinunter, da ich mir einerseits ungefähr vorstellen konnte, was vielleicht passiert war – die Bandbreite dieses Vorstellungsvermögens war aber immer noch beträchtlich und der Bogen spannte sich von verbaler Entgleisung über tätliche Angriffe hin bis zu offener Gewalt. „... gut, ich rede mit Tim – wo ist er denn überhaupt noch ", fragte ich seinen Bruder, der sichtlich seine Statements so weit abgegeben hatte, wie weit er gehen wollte – jetzt war eher Sendepause angesagt. Tom deutete unwirsch nur mit dem Kopf ein wenig geringschätzig nach oben hin: „der schläft sicher seinen Rausch aus ... hat wohl immer noch einen gewaltigen Brummschädel – das ist an und für sich schon gewissermaßen Strafe genug ..." ... Sollte ich nach oben gehen, um Tim zu fragen, sollte ich lieber gleich Kathy befragen – ein Grund mehr, bei ihr vorbeizuschauen, denn in unserem Haus hatte sie offenkundig nicht übernachtet. Ich wollte vorher feststellen, was geschehen war, um dann bei Kathy intervenieren zu können – vielleicht die Rolle des edlen Ritters spielen, schoss in meine Gedanken ein ... je mehr ich an Kathy dachte, desto verwirrter wurden meine Gedankengänge und Überlegungen. Ich erkannte mich selbst nicht mehr recht wieder – war ich schon so verliebt, versessen, verblendet auf sie??? Und wer weiss – spielte zumindest sie ein Spielchen mit mir? Von Überlegungen hin und hergerissen schlich ich nach oben und klopfte an Tims Zimmertüre an. Nichts rührte sich – ein etwas festeres Bumpern von mir. Ein extrem unfreundliches, fast nicht verständliches „... was ist los ..." kam als Reaktion von innen gefaucht, danach „.. zieh Leine, Tom ..." – es gab sichtlich und hörbar noch weitere Steigerungsformen der Unfreundlichkeit ... „Ich bin's aber ... nicht Tom ... ich denke, ich muss mal mit dir reden" – entgegnete ich. Eine längere Pause, dann ertönte ein kurzes „na komm eben rein" aus dem Tims Zimmer. „Puhh – lüften wäre angesagt ...", war das erste, das mir sofort einfiel, als ich ins verdunkelte Zimmer – die Jalousien waren noch immer heruntergelassen – eintrat und mich direkt zum Fenster hinflüchtete, um die Flügel zu öffnen. Das hereinflutende Licht schmerzte Tim sichtbar – er wollte sich aber dieses Manko nicht so offenkundig anmerken lassen, dass er gestern wohl einiges über den Strich gesoffen hatte, drehte sein Gesicht jedoch sichtlich gequält leidend zur Seite. „Wie war es bei euch gestern ...", unterbrach ich die anhaltende Stille – Tim war sichtlich nicht bereit oder willig, von selber irgendetwas zu sagen ... „So lala – schon ok ... wieso?", hängt er vorsichtig taktierend sogleich eine Frage an. Sollte ich gleich mit der Tür ins Haus fallen und ihn konfrontieren??? ich beschloss, ihn ein wenig zappeln zu lassen. „Na ja ... es gab eben ... gewisse Hinweise ...", stellte ich lakonisch, eher zynisch fest und schwieg wiederum beharrlich. „Soso ...", dann wiederum ein unerfreuliches, unangenehmes Schweigen, das Tim aber dann selbst beendete: „... hat Tom was ..." „Egal, wer was gesagt hat ... es geht darum, was du getan hast oder aber nicht ... ich habe nur gewisse Gerüchte ...", stellte ich fest. „Von Kathy?", fragte er mich ein wenig ungläubig und hielt sich den Kopf. „Ja und nein – was war gestern mit ihr ... oder vielmehr dir, mit euch los ...", fragte ich nochmals. „Na ja, ich hab gesoffen – hat schon bei uns mit der Erdbeerbowle begonnen ... und dann auch noch zwei drei Bier ... und sie hat so extrem süß und verführerisch ausgesehen ... in ihrem Spaghettiträgerkleidchen ... und ihre knackiger Bu... und die baumelnde Taufkette dazwischen ", fing Tim dann in Gesprächsfetzen und Brocken zu erzählen an. Von wegen „extrem süß und raffiniertes Minikleid" – das war mir am Grillfest natürlich auch sofort aufgefallen und hatte einige Erregungen in meiner Hose als Wirkung nach sich gezogen, zumal ja Kathy mir schon gehörig den Kopf verdreht hatte ... und vor allem seit gestern Nacht der erste Teil des Planes (mit ihrer Mutter und meiner Frau) ja aufgegangen war ... „... ich habe eben schauen wollen ... ob sie einen BH anhat ...", meinte Tim dann nach einiger Verzögerung. Dass sie keinen anhatte, das musste gestern wohl einem jeden aufgefallen sein. Das war also wirklich eine der dämlichsten Ausreden sondergleichen ... ich erinnerte mich erhitzt an die erfreulich tiefen Einblicke, die Kathy einem jeden von uns gewährt hatte, wenn sie sich auf ihrem Sessel nach vor beugte, um zum Glas zu greifen, oder zum Salzgebäck ... Auch hatte ich Sehnsuchts- bis fast Eifersuchtsgefühle nach dem typischen katholischen Taufketterl gezeigt, das so ungeniert zwischen ihren beiden festen Brüsten baumeln durfte ... ach wäre ich doch nur das Kettlein dein ... fiel mir minnesängerische Dichtkunst ein ... Wie sehr hatte ich dabei daran gedacht, ihren festen Busen mit meinen Händen zu erfassen, mit ihren Nippel zu spielen, ihr das Kleid abzustreifen, mit meinen Lippen an diesen lieblichen Äpfeln zu saugen, mit den Zähnen sanft zu beißen, mit der Zunge umstreicheln ... dann zwischen der Nässe ihrer Schenkel meine Fingern zu reiben ... aber ich riss mich aus dem Gedankengebilde heraus: „... und ob sie ein Höschen anhat ... das hast du wohl auch kontrolliert ...", meinte ich vorwurfsvoll zu Tim, der total zerknirscht schaute, im Aufbrausen begriffen war, dann aber lieber den Mund hielt (obwohl sich ihr zartes Höschen ganz eindeutig unter ihrem Kleidchen abgezeichnet hatte) „... Ohne Tom ... hätte ich es vielleicht ...", brummelte er vor sich hin, sichtlich zerknittert, die Stirne in Falten geworfen, das Haar zerrauft, es ging ihm ohne jeder Verstellung ziemlich mies – vielleicht nicht nur der dumpfe Schmerz des übermässigen Alkoholgenusses, vermutlich auch ein wenig Schande über sein eigenes Verhalten, beginnende Erkenntnis in der Ausnüchterungsphase. „... aber ich hab ihr nichts getan ... was sie nicht auf gewollt hätte ...", schloss er dann vorsichtig an, „... zumindest hätte mich wohl Tom ...". Ich hob die Braue meines linken Auges, skeptisch musterte ich ihn – er hatte den Kopf noch mehr gesenkt, fast wie ein Opferlamm wirkte er ... raufte sich die Haare, wollte mich gar nicht mehr anblicken. „Du kannst dich also nicht wirklich erinnern ...", schloss ich mich seinen Ausführungen an, „... was wirklich vorgefallen ist zwischen Kathy und dir". Tim sah kurz auf, musterte mich fragend aber unsicher, sein Blick flackerte, dann senkte er wieder den Kopf in seine Hände und gab fast unverständlich von sich: „dass ich sie unterm Tisch immer begrapscht habe, das weiss ich, auch dass ich ihr aufs Klo nach bin ... aber da ist Tom dann dazwischen gekommen ... später"; er schwieg betroffen. So recht konnte ich ihm nicht abnehmen, dass er sich nicht mehr erinnern konnte – vermutlich begann er, seine Tat verdrängen zu wollen und flüchtete sich somit in diese Ausrede und Rechtfertigungslogik hinein, fing vielleicht seine eigene Geschichte zu konstruieren an, dass sie ihm glaubwürdig erscheinen würde ... „Hast du sie verge...", es war schon ganz klar, was ich fragen wollte, welche unerfreulichste Wortendung da noch eingefügt werden musste, aber irgendwie und auf einmal fehlte mir der Mut, meinen eigenen Sohn zu befragen, ob er diese eine echte Straftat begangen hätte. „Nein", antwortete er unverblümt, sehr bestimmt, traurig, aber eindeutig – auf eine Art und Weise, die mir total glaubwürdig erschien ... „Sie hat mir einen geblasen am Klo ...", fügt er dann hastig an, „... mehr war dann nicht drinnen – wegen Tom ...". „Ich glaub, ich muss ..." – mit typischen Würgegeräuschen, die andeuteten, dass er die Strecke zur Toilette in einer dem Sprintweltrekord nahe kommenden Zeit schaffen müsste, um nicht das obere Stockwerk total zu versauen, sprang er vom Bett auf, hielt sich die Hand vor den sichtlich voller werdenden Mund und raste über den Gang hin in Richtung zum Badezimmer. Das wesentlichste schien schon gesagt, schon gestanden ... ein wenig blieb ich noch am Bettrand sitzen, gewissermassen betäubt von dem, was ich gehört hatte, verwirrt von dem, was ich mir alles ausmalte, was vermutlich genau geschehen war, zusätzlich konfus von meinen Gefühlen: hin- und hergerissen zwischen meinem Sohn Tim und Kathy, die sich ja mir versprochen hatte. Und in dem Moment, wie ich diesen Gedanken zu Ende gedacht hatte, musste ich vor mir selbst auch schon wieder den Kopf schütteln: Ja glaubte ich denn wirklich, dass Kathy ... mit mir „altem Deppen" ... Lolita ... Professor Unrat, der blaue Engel, so einige wirre Gedanken schossen mir durch den Kopf, während ich nachdenklich aus Tims Zimmer nach unten in mein Büro hinging. Ich ließ mich in den Sessel fallen, der PC lief wie immer (die ganze Zeit), der setia@home-Bildschirmschoner zeigte seine üblichen wirren Kurven und Berechnungen, nichts sagenden optischen Reizen gleich nahm ich sie in mich auf, dachte an alles und nichts zugleich. Wie lange ich auf diese Art und Weise untätig vor dem PC saß, leere Gedankenhülsen formte, aufbauschte zur Unendlichkeit und dann wieder platzen liess – ich weiss es nicht, dann packte mich ein Fieber, gepaart aus Neugierde, Eifersucht und irgendwelchen verrückten, vagen Rachegelüsten. ...... Ich musste, ich wollte wissen, was mit Kathy los war – ich musste darauf kommen, was gestern geschehen war, ich ... Kam ich mir jetzt komisch vor, als ich den eMail Proxy aktivierte und so konfigurierte, dass es nun ein leichtes war, im Namen von Tim alles mögliche zu verschicken, zu empfangen, natürlich unter Verschleierung der eigentlichen IP-Adressen ... Was war gestern zwischen den beiden passiert war, Tom hatte ja ganz eindeutig mehr verhindert: Busen ausgrapschen, zwischen die Beine greifen, Höschen verschieben, Schwanz halten und dann einen blasen (mit Abspritzen fragte ich mich), diese Gedankenfetzen und Bilder flogen stets verwirrend in meinem Kopf herum, während ich die einfache Umkonfigurationen an unserem zentralen Router vornahm. Kam ich mir jetzt eigenartig vor, als ich am eMail Proxy umbastelte??? Einerseits nein, denn es war spannend – fast so ähnlich wie Hacker zu spielen, was ich bisher auch noch niemals in öffentlichen Netzen getan hatte (nur im expliziten Auftrag und Bezahlung von Firmen, bei ihnen einbrechen und hacken zu versuchen ... was immer locker gelang), moralische Bedenken erwuchsen während der Tätigkeit natürlich sofort und waren nicht leicht zu verdrängen ... Sollte ich nun tatsächlich im Namen von Tim etwas verschicken, um festzustellen, was denn gestern Abend oder Nacht zwischen den beiden oder vielleicht sogar dreien passiert war??? (Wer sagte denn, dass Tom wirklich die Wahrheit schilderte, auch wenn alle Wahrscheinlichkeit dafür sprach) Konnte ich dadurch die wahre Gesinnung von Kathy entdecken? Warum nicht, ermunterte ich mich selbst – und schon schrieb ich in Tims Namen etwas nicht gerade Vielsagendes ... ob Kathy wohl darauf einsteigen würde. „Liebste Kathy, es tut mir leid, dass ich mich gestern daneben benommen habe. Ich werde mich zusammenreissen, ich hoffe, es ist nicht vorbei zwischen uns. Könnte ich nur so dichten wie Georg Heym, dann hätte ich dir folgendes ‚Abend'gedicht geschrieben." Georg Heym: ABENDS Es ist ganz dunkel. Und die Küsse fallen wie heißer Tau im dämmernden Gemach. Der Wollust Fackeln brennen auf und wallen mit roter Glut dem dunklen Abend nach. Das Fieber jagt ihr Blut mit weißem Brand, dass sie sich halb schon seinem Durst gewährt. Sie bebt auf seinem Schoß, da seine Hand in ihrem Hemd nach ihren Brüsten fährt. Hinten, im Vorhang, in der Dunkelheit steht auf das Bett, der Hafen ihrer Gier. Wie Wolken auf dem Meere lagert breit darauf der Dunst von schwarzem Elixier. Wie wird es sein? Sie friert in seinem Arm, der ihren nackten Leib hinüberträgt. Es zittert auf in ihrem Schoße warm, um den er wild die beiden Arme schlägt. Ihr blondes Haar brennt durch die Nacht, darein die tiefe Hand des feuchten Dunkels wühlt. Der Sturm der Wollust lässt sie leise schrein, da seinen Biss sie in den Brüsten fühlt. Dein zerknirschter Tim, PS meine ICQ wäre Ti33988uujkh9 Ich überlegte nochmals kurz, ob ich diese fingierte eMail auch wirklich abschicken sollte. Wenn Kathy darauf antwortet, dann erhalte natürlich nur ich die Mail, Tim würde auch zu einem späteren Zeitpunkt (aufgrund des eingeblendeten Proxy) diese Mail niemals empfangen können, wenn sie aber telefoniert oder eine SMS schickt, dann war dies alles nicht mehr so leicht abzufangen ... sollte ich es also dennoch riskieren??? Kaum erkannte ich mich selbst noch wieder, die vielen Fickorgien gemeinsam mit Kathys Mutter und meiner Frau hatten vielleicht doch ein wenig zu viel des Blutes von Hirn in Richtung Schwanz abgepumpt – denn für mich gab es zu diesem Zeitpunkt keine andere Antwort auf diese für mich sodann auch gar nicht mehr weiter gestellte Frage: schon hatte ich auf den Sendeknopf gedrückt. Meine Finger, ja meine Hände waren mit einem Mal schweißnass – einem Schulbuben gleich, eher einem Pubertierenden, von dem Gefühl her nun doch nicht so anders als Tim und Tom. ICQ und eMail waren auf Lauerstellung aktiviert, ich selbst konnte mich dann sogar etwa beruhigen und konzentrieren, um an einer Auftragsarbeit für einen Kunden weiter zu schreiben. Es fiel nicht so leicht wie noch vor wenigen Tagen, das war offenkundig, ich musste mich sehr bemühen, nicht ständig abzuschweifen oder ständig geistig umzuschalten, ob denn nicht schon eine Reaktion da wäre ... „you have mail!!" – sofort fiel mir das "eMail for you" ein mit Meggy Ryan – ja so ähnlich kam ich mir vor, als das PopUp-Fenster signalisierte, dass meine fingierte Tim-mailadresse eine neue Nachricht erhalten hatte. Und da diese Mailadresse so brandneu war, musste es einfach Kathy sein, selbst Spammer sind nicht so schnell im Feststellen von neuen Accounts. Und auf den ersten Blick – ja, ein kathy88 als Absender, ihr Jahrgang im Namen verewigt, ihr Passwort (butterfly) hatte sie mir seinerzeit schon gesagt gehabt, es war somit auch nicht schwierig, in ihren eMail-Account einzugreifen, um etwa später sämtlich Mailkommunikation zu löschen, wenn es denn sein sollte. Mit bis zum Hals pochenden Herzen öffnete ich Kathys Antwort mit einem Doppelklick. Lang war sie nicht – und auch nicht eindeutig zu interpretieren. „Wenn es dir leid tut – dann ist es ok ... aber es ändert nichts. Das Gedicht finde ich sehr schön – wusste gar nicht, dass du auf Lyrik stehst, sah dich eher immer im MetallicUmfeld, das ich hasse, da passt doch Romantik kaum dazu ..." Das war alles! Sollte / Konnte ich nun daraus irgendwie ableiten, was vorgefallen war??? (Ausgrapschen, aufs Klo nachgehen, dort einen blasen, vermutlich noch mehr ... die Bilder, Fragen, Phrasen drängten sich ständig in mir auf ... ließen mich nicht zur Ruhe kommen, eine groteske Kombination aus Geilheit nach ihr, Eifersucht auf meinen Sohn, aufgekratzt von den unglaublichen sexuellen Vorfällen innerhalb der letzten paar Stunden ...) Nein – da konnte ich nur die Politik der kleinen Schritte anwenden ...: „Hi Kathy, schön von dir zu hören/lesen. Auf Lyrik im allgemeinen stehen – das ist wohl fast übertrieben, ich liebe aber einige wenige Gedichte, in denen Gefühle deklariert werden: Und meist sind diese Gefühle bestimmt durch Schmerz, Leid oder eben Liebe. Die Zeit mit dir gestern hat mir nicht nur den Kopf verwirrt, sie hat mich auch geändert. Ich denke stets an dich ... Und dennoch bin ich traurig.



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